Knorr-Bremse und Processand optimieren SAP-Losgrößen und Mindestbestellmengen (MOQ) mithilfe von Automatisierung, um Lagerbestände zu reduzieren, das Working Capital zu verbessern und die Effizienz der Lieferkette zu steigern.
Die Herausforderung: Ineffiziente Losgrößen führen zu Überbeständen und operativer Komplexität
Die Balance zwischen Lagerbeständen und Logistikkosten ist aufgrund falsch definierter SAP-Losgrößen (Losgrößen, die zeitbasiert definiert sind, z. B. Wochen oder Monate) schwierig. Kleinere zeitbasierte Losgrößen erhöhen den Aufwand in der Lieferkette durch häufigere Produktions- oder Beschaffungszyklen, während größere zeitbasierte Losgrößen die Lagerbestände erhöhen und Kapital binden. Bei Tausenden von aktiven Materialien und schwankender Nachfrage ist die Neuberechnung optimaler Losgrößen äußerst komplex und erfordert häufige manuelle Anpassungen.
Das Ziel: Automatisierung der Losgrößenoptimierung zur Verbesserung von Working Capital und Effizienz
Ziel von Knorr-Bremse und Processand war es, die Berechnung und Anpassung der SAP-Losgrößen zu automatisieren, den manuellen Aufwand zu reduzieren und die Lagerbestände kontinuierlich zu optimieren.
Die strategischen Ziele waren:
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Verbesserung des Working Capital durch Reduzierung von Überbeständen
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Steigerung der Effizienz durch Automatisierung der Losgrößenverwaltung
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Erhöhung der Prozessqualität durch datengestützte Entscheidungen
Erfolgsfaktoren: Automatisierung, Genauigkeit und kontinuierliche Optimierung
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Automatisierte Berechnung und Anpassung von Losgrößen in SAP basierend auf zukünftigen Nachfragemustern
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Verbesserung des Working Capital durch optimierte Lagerbestände
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Erhöhung der Effizienz durch Reduzierung manueller Aufwände mittels automatischem SAP-Write-Back
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Steigerung der Prozessqualität durch konsistente, datenbasierte Losgrößenanpassungen
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Kontinuierliches Monitoring zur Balance von Lagerbeständen und Logistikkosten
Knorr-Bremse AG
Knorr-Bremse ist der weltweit führende Anbieter von Bremssystemen und ein führender Lieferant von Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Mit Hauptsitz in München, Deutschland, beschäftigt das Unternehmen mehr als 30.000 Mitarbeitende an über 100 Standorten weltweit. Im Jahr 2024 erzielte Knorr-Bremse einen Umsatz von rund 7,9 Milliarden €.
Die Produkte von Knorr-Bremse tragen entscheidend zu mehr Sicherheit und Energieeffizienz auf Schienen und Straßen weltweit bei. Innovation und Digitalisierung sind dabei die zentralen Treiber, um das Portfolio kontinuierlich zu erweitern und sichere, nachhaltige und effiziente Mobilitätslösungen zu unterstützen.
Herausfordernd, aber entscheidend: Losgrößenmanagement
In Zeiten, in denen Hersteller unter Druck stehen, Kosten zu kontrollieren und gleichzeitig Servicelevels zu halten, sind effiziente Lager- und Beschaffungsprozesse eine strategische Notwendigkeit.
Falsch definierte Losgrößen binden Kapital, verursachen Ineffizienzen in der Logistik und erfordern hohen manuellen Aufwand.
Für Knorr-Bremse machte die Komplexität von Tausenden Materialien, dynamische Nachfrage und Abhängigkeiten im SAP-System eine manuelle Losgrößenoptimierung nahezu unmöglich. Es war eine skalierbare, automatisierte Lösung erforderlich, um Effizienz, Working Capital und Prozessqualität in Einklang zu bringen.
Lösungsübersicht: Celonis-basierte Automatisierung für intelligentes Losgrößenmanagement
Um diese Herausforderungen zu meistern, implementierten Processand und Knorr-Bremse eine Celonis-basierte Lösung, die Berechnung, Validierung und Anpassung von Losgrößen automatisiert.
Wichtige Schritte umfassten:
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Analyse von Echtzeit-Nachfragedaten zur Identifizierung optimaler Losgrößen
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Empfehlungen für Erhöhungen oder Reduzierungen mit klarer Quantifizierung der Geschäftsauswirkungen
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Bereitstellung einer One-Click-Ausführung in SAP für Einkäufer
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Ermöglichung von End-to-End-Automatisierung zur kontinuierlichen Optimierung bei gleichzeitiger Möglichkeit manueller Eingriffe
Diese Lösung reduzierte den manuellen Aufwand, verbesserte die Genauigkeit und lieferte messbare Geschäftsergebnisse mit erheblichem Nutzen im Lagerpotenzial innerhalb von nur vier Monaten.
Fazit: Auf Vertrauen und Zusammenarbeit aufgebaut
Der Erfolg des Projekts wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Beschaffungs- und IT-Teams von Knorr-Bremse und den Experten von Processand ermöglicht. Das gemeinsame Team kombinierte technisches Know-how in SAP und Celonis mit tiefgehendem Verständnis der Beschaffungsprozesse, um eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln, die sofortigen Mehrwert liefert und die Grundlage für zukünftige Automatisierungen schafft.
Über Processand
Das Münchner Beratungshaus ist auf Process Mining, BI und Artificial Intelligence (AI) spezialisiert. Heute ist Processand eine der führenden Process Mining Beratungen weltweit und betreut Unternehmen in ihren langfristigen Process Mining Initiativen. Im Vordergrund steht dabei jeweils die Operationalisierung datengetriebener Erkenntnisse und die Schaffung einer Faktenbasis für strategische Entscheidungen.
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Alexandra Tyrkich
Head of Data Science
